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Neue Landesgruppe Mitteldeutschland gegründet

Am Freitag den 17. Oktober 2008 fand in Leipzig der 1. Mitteldeutsche Psychologentag statt. 30 Kolleginnen und Kollegen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt waren gekommen, um sich mit den Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den Beruf des Psychologen zu befassen.

Nach einer Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen, Edda Hoffmann, befasste sich Herr Prof. Schlag von der TU Dresden mit den Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den Straßenverkehr. Wir werden schon in naher Zukunft mit wesentlich älteren Kraftfahrern, Radfahrern und Fußgängern zu rechnen haben. Über 85 Jahre alte Autofahrer werden keine Seltenheit mehr sein. Die Folgen: Bestimmte Unfalltypen (z.B. an komplizierten Kreuzungen), bei denen ältere überproportional Kraftfahrer beteiligt sind, werden zunehmen. Dies gilt auch für Radfahrunfälle älterer Menschen. Da eine regelmäßige medizinische und psychologische Überprüfung politische nicht durch setzbar ist, muss eine "altenfreundliche Gestaltung“ der Verkehrssysteme das Ziel sein. Hier können Psychologen wichtige Beiträge leisten.

Der Vorsitzende der Sektion Wirtschaftspsychologie des BDP, Dr. Jürgen Smettan, berichtete anschließend zu Ergebnissen des 7. Kongresses für Wirtschaftspsychologie zur Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die Personalpolitik in den Unternehmen. Einige Kernthesen seiner Ausführungen:

  • Arbeitsplätze müssen speziell für ältere Arbeitnehmer gestaltet werden
  • Kompetenzen älterer Arbeitnehmern müssen stärker als bisher genutzt werden.
  • Man braucht personalpolitische Unternehmenskonzepte für die Folgen der demografischen Entwicklung.
  • Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer durch betriebliche Gesundheitsförderung muss voran getrieben werden.
  • Schließlich ist eine altersgerechte Unternehmenskultur zu fordern.
Alle diese Aufgaben erfordern die Unterstützung der Unternehmen durch kompetente Psychologen.

Im Anschluss an den Psychologentag fand die gemeinsame Mitgliederversammlung der beiden Landesgruppen statt. 17 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend.

Nach einem Bericht über die bisherigen Fusionsverhandlungen wurde die Gründung einer neuen Landesgruppe Mitteldeutschland einstimmig beschlossen. Eine neue Geschäftsordnung für diese Landesgruppe wurde ebenfalls beschlossen.

Nach einem Kassenbericht, der für die neue Landegruppe ein Startkapital von ca. Euro 5.000 (Restmitteln) auswies und eine Zuweisung durch den Verband in etwa gleicher Höhe für 2009, wurde der Landesvorstand Sachsen ebenfalls einstimmig entlastet.

Die Wahl des neuen Landesvorstandes erbrachte folgendes Ergebnis:

Vorsitzender:  Dr. Ulrich Winterfeld
Stellv. Vorsitzende: Edda Hoffmann
Kassiererin: Katrin Petzold
Beisitzer: Antje Döhner und Holger Scharun

Von den Vorstandsmitgliedern wohnen drei in Sachsen und zwei in Sachsen-Anhalt.

In den Delegiertenkonferenz des BDP wird Mitteldeutschland durch Dr. Ulrich Winterfeld als Vorsitzenden und Katrin Petzold als Delegierte vertreten. Silvio Berger wurde als Ersatzdelegierter gewählt.

Die mitteldeutsche Geschäftsstelle wird bei der Bundesgeschäftsstelle in Berlin sein. Der Vorstand wir sich zu seiner ersten Sitzung am 5. Dezember in Dresden treffen, um ein Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre zu beschließen. Gespräche mit der Landesgruppe Thüringen über eine verstärkte Kooperation sollen ebenfalls fortgesetzt werden.

Ulrich Winterfeld